Auswirkungen Liechtensteins Online-Casinos auf den EU-Markt

Liechtenstein gehört zu den kleineren europäischen Jurisdiktionen, doch die Präsenz von Online-Casinos mit Hauptsitz im Fürstentum hat Auswirkungen auf den europäischen Markt. Regulatorische Unterschiede führen dazu, dass Anbieter Grenzfälle navigieren müssen, wenn sie Spielern aus der EU Zugang bieten.

Die Lizenzierung von Online-Casinos in Liechtenstein erfolgt in einem Umfeld, das stark auf Transparenz und Anti-Geldwäsche abzielt. AML-KYC-Anforderungen beeinflussen die Kostenstruktur und die technische Implementierung in der gesamten Branche.

Durch die geografische Lage Liechtensteins und die Nähe zu EU-Staaten ergeben sich Chancen und Herausforderungen für grenzüberschreitende Angebote, Marketing und Datenschutznormen. Grenzüberschreitende Werbung und Werbung für Glücksspiel unterliegen EU- und nationalen Regelungen, die die Reichweite beeinflussen.

Im europäischen Kontext tragen Liechtensteins Plattformen zur Innovation im Bereich Zahlungsabwicklung, Spielersicherheit und Fairness bei. Vertrauen der Verbraucher und sichere Zahlungsinfrastrukturen fördern die Akzeptanz grenzüberschreitender Dienste. Für weiterführende Einblicke siehe den Brancheneintrag: https://online-casino-liechtenstein.ch.

Regulatorische Schnittstelle: Liechtensteins Glücksspielrecht im EU-Kontext

Liechtenstein gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und folgt in vielen Bereichen dem EU-Rechtsrahmen, auch im Glücksspielsektor. Die Glücksspielgesetzgebung des Fürstentums zielt darauf ab, Spielangebot, Spielerschutz und Geldwäscheprävention zu regeln und bietet einen Rahmen für Online-Casinos, die Liechtenstein betreffen. Gleichzeitig beeinflusst der EU-Kontext die nationalen Regulierungswege, weil grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung zwischen Liechtenstein, EU-Mitgliedstaaten und anderen EWR-Staaten für Anbieter und Verbraucher relevant ist.

In diesem Spannungsfeld gilt der Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit sowie die Anforderungen an Verbraucherschutz, Anonymität und Transparenz. Die Liechtensteiner Regulierung muss proportional und nichtdiskriminierend sein, um mit der europäischen Rechtsordnung in Einklang zu stehen. Gleichzeitig sichern EU-Ansprüche auf Begrenzung riskanter Aktivitäten und effektive Bekämpfung von Geldwäsche eine strenge Aufsicht gegenüber Online-Anbietern.

Regulatorische Schnittstelle und EU-Konformität

Die Regulierung verbindet nationale Glücksspielanliegen mit EU-Rechtsprinzipien. So werden Lizenzen häufig an strenge Kriterien geknüpft, darunter Spielerschutzmaßnahmen, Altersverifikation, Transparenz der Gewinnquoten und Meldepflichten. Hinweis zu Lizenzen liegt bei der nationalen Behörde oder dem entsprechenden Regulierungsorgan; Online-Anbieter müssen in Liechtenstein eine gültige Lizenz besitzen, um Dienste an im Eu-/EEA-Raum ansässige Spieler zu erbringen. Die Rechtsgrundlage sichert grenzüberschreitende Anbieterströme in dem Maß, wie sie mit den Prinzipien der freien Dienstleistung und der Proportionalität vereinbar sind.

Im EU-Kontext gilt, dass nationale Beschränkungen für Online-Glücksspiel oft einer Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof unterliegen. In Fällen wie Gambelli/Placanica hat der EuGH betont, dass Mitgliedstaaten den Zugang zu Glücksspielen unter Wahrung des Binnenmarkts steuern dürfen, sofern restrictionen nicht diskriminierend und verhältnismäßig sind. Liechtenstein muss daher sicherstellen, dass seine Bestimmungen sowohl die nationale Interessenlage als auch die EU-Grundfreiheiten respektieren. Zudem wird die Zusammenarbeit in Aufsichtsfragen betont, etwa im Bereich der Geldwäschebekämpfung (AML) und der Bekämpfung von Betrug, um einheitliche Standards im gesamten EWR zu gewährleisten.

Verbraucher- und Jugendschutz stehen im Vordergrund, ebenso wie Transparenz bei Werbung, Quotenoffenlegung und Kundensupport. Zur Erreichung dieser Ziele arbeiten Liechtenstein und EU-Staaten in Fragen der Regulierung zusammen, um Missbrauch zu verhindern, Datenharmonisierung zu erleichtern und grenzüberschreitende Rechtsdurchsetzung zu ermöglichen. Die regulatorische Schnittstelle bleibt somit ein dynamischer Raum, der Anpassungen an neue EU-Richtlinien und technologische Entwicklungen erfordert, ohne das nationale Glücksspielsystem zu unterlaufen.

Die Auswirkungen von Online-Casinos aus Liechtenstein auf den europäischen Markt – AML/KYC-Umsetzung bei liechtensteinischen Betreibern im europäischen Rahmen

Liechtensteinische Online-Casinos, die europäische Kundschaft bedienen, unterliegen den Anforderungen der Geldwäschebekämpfung (AML) und der Sorgfaltspflichten bei der Kundenerkennung (KYC) gemäß dem europäischen Rechtsrahmen. Die Umsetzung erfolgt risikobasiert und umfasst Identitätsprüfung, Hintergrundüberprüfung, Prüfung der wirtschaftlich Berechtigten und laufende Überwachung von Transaktionen.

Die Aufsichtsbehörde FMA Liechtenstein koordiniert mit europäischen Institutionen, um sicherzustellen, dass Betreibermodelle mit dem europäischen AML‑Regime kompatibel bleiben. Sanktions- und PEP‑Checks, Meldemodalitäten verdächtiger Aktivitäten sowie der grenzüberschreitende Datenaustausch stehen im Mittelpunkt der Regulierung.

Risikobasierte Ansätze und grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Ein risikobasierter Ansatz bedeutet, dass Betreiber potenzielle Risiken anhand Kundensegmenten, Transaktionsmustern und geografischer Herkunft bewerten. Hochrisikokunden erhalten erhöhte Sorgfalt (EDD), regelmäßige Kontrollen und engmaschige Überwachung; Verdachtsfälle werden zeitnah an die FMA bzw. EU‑Behörden gemeldet.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfolgt durch den Datenaustausch zwischen der FMA, EU‑Behörden und externen Zahlungsdienstleistern sowie durch die Orientierung an EU‑Richtlinien wie AMLD‑4/5/6. Liechtensteinische Betreiber nutzen standardisierte KYC‑Verfahren, automatische Abgleiche gegen Sanktions‑ und Adresslisten und dokumentieren jede Phase des Kundenerkennungsprozesses.

  • Identifikation und Verifikation der Kundschaft
  • Durchführung der Customer Due Diligence (CDD) und ggf. Enhanced Due Diligence (EDD)
  • Risikoklassifikation der Kunden (Low/Medium/High)
  • Transaktionsmonitoring und Meldung verdächtiger Aktivitäten
  • Überprüfung der wirtschaftlich Berechtigten (Beneficial Ownership)
  • Sanctions-, PEP‑Checks und Adressprüfungen
  • Datenschutz gemäß DSGVO und sichere Datenverarbeitung
  • Transparente Berichterstattung gegenüber FMA und EU‑Aufsichtsbehörden

Im europäischen Kontext bedeutet dies eine Harmonisierung der KYC‑Standards, während Liechtenstein als EEA‑Partner zusätzliche Spielräume für innovative Zahlungs- und Spielermodelle eröffnet, solange alle Compliance‑Anforderungen erfüllt bleiben.

Hinweis: Die Umsetzung erfordert laufende Updates der Compliance-Systeme, da EU‑Richtlinien regelmäßig angepasst werden.

Die Zahlungsinfrastruktur: grenzüberschreitende Transaktionen und Wallet-Ökosysteme

Liechtensteins Online-Casinos nutzen eine vernetzte Zahlungsinfrastruktur, um europäische Spieler effizient zu erreichen. Grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen schnelle Ein- und Auszahlungen und senken Hürden für neue Marktakteure.

Die Wallet-Ökosysteme bilden das zentrale Bindeglied zwischen Plattformen, Banken, PSPs und Endkunden. Sie umfassen eWallets, Kartenzahlungen, SEPA-Überweisungen sowie neue Zahlungsinstrumente, die dem europäischen Markt mehr Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit verleihen. Wallet-Ökosysteme stärken die Kundenzufriedenheit, wenn sie nahtlos funktionieren.

Diese Infrastruktur beeinflusst Kosten, Geschwindigkeit und Sicherheit von Transaktionen und wirkt sich direkt auf Compliance-Anforderungen, Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit aus.

  • Interoperabilität von Wallet-Ökosystemen und PSPs über EU-Grenzen hinweg
  • Kostenstrukturen, Wechselkurse und Transaktionsgebühren
  • Regulatorische Anforderungen wie AML/KYC, Datenschutz und PSD2-ähnliche Regelwerke
  • Risikomanagement und Betrugsprävention im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr
BereichAuswirkung auf den europäischen Markt
PSP-/Wallet-IntegrationErhöht die Reichweite und Beschleunigung grenzüberschreitender Transaktionen
Kosten- und WechselkurseBeeinflusst Preisstrukturen, Boni und Spielerverhalten
Regulierung & ComplianceStandardisiert Vorgaben, erhöht Transparenz und Verbraucherschutz

Regulatorische Einflüsse und Marktdynamik

In Liechtenstein gelten AML/KYC-Vorgaben sowie Datenschutzregelungen, die mit europäischen Normen kompatibel sind und grenzüberschreitende Transaktionen erleichtern können. Die Harmonisierung öffnet europäische Märkte, birgt aber auch Compliance-Herausforderungen für Anbieter.

Europäische Marktteilnehmer profitieren von standardisierten Schnittstellen, offenen APIs und gemeinsamen Sicherheitsstandards, während lokale Anbieter Anpassungen vornehmen müssen, um Verbraucherschutzanforderungen gerecht zu werden.

Die Auswirkungen von Online-Casinos aus Liechtenstein auf den europäischen Markt – Marktzugang: Zielgruppensegmente und Promotionsstrategien für EU-Konsumentinnen

Die grenzüberschreitende Präsenz von Online-Casinos aus Liechtenstein beeinflusst den europäischen Markt maßgeblich. Regulierung, länderübergreifende Zahlungswege und das Vertrauen der Verbraucherinnen in sichere Spielumgebungen bestimmen den Marktzugang.

EU-Konsumentinnen erwarten transparente Angebote, verantwortungsvolles Spielen und lokalisiert angebotene Promotions. Die Segmentierung der Zielgruppen ermöglicht maßgeschneiderte Angebote, die sich an Verbrauchergewohnheiten, Sprachpräferenzen und dem Nutzungsverhalten orientieren.

Marktzugang: Zielgruppensegmente und Promotionsstrategien für EU-Konsumentinnen

Für den Marktzugang empfiehlt sich eine klare Positionierung in Bezug auf Verantwortung, Sicherheit und Datenschutz. Die folgenden Zielgruppensegmente werden typischerweise identifiziert:

  • Junge Erwachsene (18–25 Jahre) mit hoher technischer Affinität, mobiler Nutzung und Interesse an kurzen, actionreichen Spielen.
  • Berufstätige Frauen (25–45 Jahre) mit Fokus auf Bequemlichkeit, Zeitersparnis und einfachen Limitierungsmöglichkeiten.
  • Familienorientierte Konsumentinnen (45+ Jahre) mit Wert auf Transparenz, verantwortungsvolles Spielverhalten und Sprache/Support in Landessprache.
  • Premium-Nutzerinnen mit Interesse an exklusiven Angeboten, VIP-Programmen und maßgeschneiderten Boni.

Promotionsstrategien umfassen:

  • Transparente Willkommensboni mit moderaten Umsatzbedingungen und klaren Spielregeln, angepasst an lokale Regulierungen.
  • Lokalisierung von Sprache, Währungen und Kundensupport, inklusive landesspezifischer Marketingkanäle.
  • Mobile-first Kampagnen mit Push-Benachrichtigungen, schnellen Ladezeiten und nutzerfreundlichen Registrierungsprozessen.
  • Verantwortungsvolles Spielen durch Selbstbeschränkungen, Einzahlungslimits und Bildungskampagnen.
  • Partnerschaften und Affiliate-Marketing mit klaren Compliance-Regeln und vertrauenswürdigen Influencern.
  • Datenschutz und Compliance mit GDPR-Konformität, transparente Datenverwendung und sichere Zahlungsmethoden.

Verbraucherschutz: Transparenzpflichten, Jugendschutz und Beschwerdemanagement

Liechtensteinische Online-Casinos unterliegen strengen Transparenzpflichten, die darauf abzielen, Verbrauchern klare Informationen zu Gewinnquoten, Bonusbedingungen, Spielregeln und Datenschutz zu bieten. Im europäischen Markt tragen diese Pflichten dazu bei, Vertrauenswürdigkeit zu erhöhen und grenzüberschreitende Missverständnisse zu vermeiden.

Jugendschutzmaßnahmen umfassen Altersverifikation vor der erstmaligen Spielteilnahme, zeitliche Limits, Werbebeschränkungen und Programme zur Selbstbeschränkung. Betreiber müssen sicherstellen, dass Minderjährige keinen Zugang zu Glücksspielangeboten haben, und sie sollen deutlich machen, dass Glücksspiel eine riskante Aktivität ist. Diese Maßnahmen unterstützen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Angebot.

Umsetzung der Transparenzpflichten, Jugendschutz und des Beschwerdemanagements

Transparenzpflichten bedeuten, dass Informationen zu Bonusbedingungen, Einsatzlimits, Gewinnquoten, AGB, Datenschutzmaßnahmen und Identitätsprüfungen verständlich und dauerhaft zugänglich sind. Die Offenlegung von Gebührenstrukturen und Auszahlungsbedingungen reduziert Informationsasymmetrien und stärkt den Verbraucherschutz im grenzüberschreitenden Verkehr.

Beim Jugendschutz ist eine verlässliche Alterverifikation zentral. Ergänzend ermöglichen Selbstsperren, zeitlich begrenzte Spielpausen und klare Kennzeichnungen von Glücksspielinhalten eine verantwortungsvolle Nutzung. Werbliche Angebote sollten nicht an Minderjährige gerichtet sein und Hinweise auf Suchtgefahren und Hilfsangebote enthalten.

  • Beschwerdemanagement – klare Beschwerdekanäle (Formular, E-Mail, Hotline), nachvollziehbare Fallnummern und Dokumentation.
  • Bearbeitungsfristen – verbindliche Fristen für den Eingang, die Prüfung und die Rückmeldung an den Verbraucher.
  • Fairness und Transparenz – unvoreingenommene Prüfung, Eskalation bei Konflikten und Feedback-Loop in die Produktentwicklung.

Steuerliche Auswirkungen: Besteuerungsszenarien und Standortvorteile für Betreiber

Für Betreiber mit Sitz in Liechtenstein sind die steuerlichen Rahmenbedingungen geprägt von einem stabilen Körperschaftssteuersystem, klaren Gewinnermittlungsgrundlagen und einem breiten Netz von Doppelbesteuerungsabkommen. Die Standortwahl beeinflusst die effektive Steuerlast, Verrechnungspreise und die lokale Besteuerung von Gewinnen aus europäischen Märkten.

Bei operativen Aktivitäten in Europa ergeben sich unterschiedliche Szenarien: Gewinne können in Liechtenstein versteuert werden, während Umsatzsteuerpflichten in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten anfallen; oder es wird eine EU-nahe Niederlassung/Tochtergesellschaft etabliert, wodurch sich steuerliche Belastungen im EU-Staat ergeben, mit Vorteilen durch EU-weite Abkommensnetze sowie Substanz- bzw. Compliance-Anforderungen. Zudem müssen Unternehmen die Mehrwertsteuerregeln, Lizenzgebührenstrukturen und potenzielle Quellensteuern beachten.

Zusammenfassung und Ausblick

  1. Szenario 1: Sitz in Liechtenstein

    Die Gewinnbesteuerung erfolgt primär in Liechtenstein. Umsatzsteuerpflichten in der EU ergeben sich bei grenzüberschreitenden Leistungen an Endkunden, wobei die EU-weiten Vorgaben, wie Verrechnungspreise und Transparenzanforderungen, zu beachten sind.

  2. Szenario 2: EU-Niederlassung oder Tochtergesellschaft

    Die Steuerbelastung spiegelt die Rechtslage des EU-Standorts wider, inklusive lokaler Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer und ggf. Lizenzgebühren. Vorteile sind der Zugang zum EU-Markt, regulatorische Nähe und mögliche Abkommensvorteile; Herausforderungen umfassen Compliance-Komplexität und potenzielle Doppelbesteuerung.

  3. Szenario 3: Hybrid-Modelle und Lizenzstrukturen

    Verlagerung von Lizenzen oder Software an EU-Einheiten kann steuerliche Vorteile bringen, erfordert jedoch sorgfältige Verrechnungspreisgestaltung, BEPS-Konformität und Abkommensprüfung, um Missbrauchsrisiken zu vermeiden.

AspektLiechtensteinEU-Standort (Beispiel)
KörperschaftsteuerRegelmäßige Steuer auf Gewinne, transparente RegelungenVariante je nach Staat; oft höhere/andere Struktur
UmsatzsteuerVerpflichtungen vor Ort; grenzüberschreitende EU-Umsatzsteuerpflichten möglichDirekte EU-Mehrwertsteuerpflicht je nach Land
VerrechnungspreiseDokumentationspflichten, BEPS-konformStrenge Anforderungen, lokale Anpassungen
SubstanzanforderungenJe nach Geschäftstätigkeit; ausreichende substrate empfohlenGenauere Anforderungen je Standort

Zusammenfassend bieten Liechtenstein als Sitzbasis und der europäische Markt Perspektiven für Wachstum, wobei eine sorgfältige steuerliche Planung erforderlich ist, um Vorteile zu maximieren und Risiken zu minimieren. Die Wahl des Modells sollte auf einer ganzheitlichen Bewertung von Steuerbelastung, Compliance-Kosten und strategischen Zielen basieren.

Fragen und Antworten

Wie beeinflussen Online-Casinos aus Liechtenstein den europäischen Markt in Regulierung, Verbraucherschutz und Wettbewerbsdruck?

Liechtenstein gehört zum Europäischen Wirtschaftsraum über die EFTA und arbeitet eng mit EU-Standards im Bereich Geldwäschebekämpfung, Verbraucherschutz und Finanzaufsicht zusammen. Online-Glücksspielanbieter aus Liechtenstein unterliegen dort strengen Lizenz- und Aufsichtsregeln. Für europäische Verbraucher und Marktteilnehmer bedeutet dies, dass Liechtensteiner Betreiber zwar Zugang zu EU-Märkten haben können, sich dabei aber an die Rechtsvorschriften der jeweiligen EU- oder EWR-Mitgliedstaaten halten müssen, wenn sie Dienste innerhalb dieser Länder anbieten. In der Praxis führt das zu erhöhtem Compliance-Aufwand, zu mehr Transparenzpflichten und zu Anforderungen an Spielerschutzmechanismen wie Alterssicherung, Festlegung von Einsatzlimits und klare Nutzungsbedingungen. Gleichzeitig erhöht der Wettbewerb zwischen Liechtenstein-Anbietern den Standard in Bereichen wie sicherer Zahlungsabwicklung, verlässliche Auszahlungsprozesse und technischer Stabilität. Für europäische Konsumenten bedeutet das potenziell bessere Sicherheitsnormen und mehr Wahlmöglichkeiten, während Behörden in EU-Ländern Druck verspüren, regulatorische Vorgaben konsequent umzusetzen.

Welche Risiken bestehen für europäische Verbraucher durch Liechtensteiner Online-Casinos und wie lassen sich diese minimieren?

Rechtliche Uneinheitlichkeit: Liechtensteiner Anbieter müssen sich an die Gesetze der EU-/EWR-Mitgliedstaaten halten, was zu Unterschieden in Verbraucherschutzmaßnahmen, Streitbeilegung und Werbepraktiken führen kann. Verbraucherschutz und Streitbeilegung: Grenzüberschreitende Probleme können schwieriger durchzusetzen sein, da mehrere Gerichte oder Aufsichtsstellen beteiligt sind. Datenschutz und Zahlungsdaten: Betreiber, die EU-weite Datenschutzstandards respektieren, sind wichtig; unklare Speicherung oder Weitergabe von Daten birgt Risiken. Spielerschutz: Nicht alle Anbieter setzen konsequent robuste Selbstverpflichtungen um; es sind Limits, Realitätsprüfungen, Pausenoptionen und transparente Boni notwendig. Transparenz von Bedingungen und Auszahlungsfristen: Nutzer sollten Spielregeln, Bonusbedingungen, Auszahlungsfristen und Gebühren klar nachvollziehen können. Minimierungsempfehlungen: Prüfen Sie, ob der Anbieter eine gültige Zulassung in der EU/EEA vorlegen kann; bevorzugen Sie Betreiber mit unabhängiger Zertifizierung der Spiele und regelmäßigen Audits; nutzen Sie sichere Zahlungsmethoden und aktivieren Sie Konten-Verifikation, setzen Sie persönliche Einsatz- und Einzahlungslimits; lesen Sie Allgemeine Geschäftsbedingungen, Bonus- und Datenschutzrichtlinien sorgfältig; aktivieren Sie Funktionen zur verantwortungsvollen Spielnutzung (Limits, Pausen, Selbstsperren) und beobachten Sie Ihr Spielverhalten.

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Liechtensteiner Markt für Online-Glücksspiele auf andere europäische Akteure?

Liechtenstein bietet einen für Unternehmen günstigen Rahmen; Gewinne aus Online-Glücksspiel können dort unter einer moderaten Steuerbelastung anfallen, was die Profitabilität Liechtensteinischer Betreiber erhöht. Diese Konstellation verschiebt mittelbar den Wettbewerb gegenüber Anbietern in Ländern mit höheren Steuersätzen oder strengeren Lizenzgebühren. Kapitalströme und Investitionen könnten in Plattformen, Sicherheitstechnik und Kundendienst fließen; europäische Betreiber prüfen eventuell Partnerschaften oder Akquisitionen, um Zugang zu Liechtensteiner Technologien, Zahlungssystemen und Compliance-Lösungen zu erhalten. Geringere Betriebskosten in Liechtenstein können zu wettbewerbsfähigeren Angeboten führen, was Anpassungen der Preisstrukturen oder Bonusstrategien anderer europäischer Anbieter erfordert. Regulierungskosten bleiben relevant: EU-/EEA-Vorgaben führen zu zusätzlichen Aufwänden bei Zulassungen, Berichten und AML-Compliance. Insgesamt beeinflusst dies den europäischen Markt durch veränderte Wettbewerbsbedingungen, erhöhte Standards und potenzielle neue Allianzen oder Marktzusammenhänge.

Welche zukünftigen Entwicklungen könnten den Einfluss Liechtensteins auf den europäischen Online-Glücksspielmarkt prägen?

Eine stärkere Regulierungsharmonisierung innerhalb der EU/EEA könnte den Marktzugang für Liechtensteiner Anbieter erleichtern oder neue Hürden schaffen. Zusammenarbeit bei Geldwäschebekämpfung und Informationsaustausch zwischen Aufsichtsbehörden wird zunehmen. Technische Entwicklungen wie fortschrittliche KYC-Verfahren, sichere Zahlungswege und Betrugserkennung verbessern Spielerschutz und Betrugsvorbeugung. Verantwortungsvolles Spielen wird stärker in Werbung, Boni und Nutzungsoberflächen integriert; klare Limits und Selbstsperren werden gefordert. Marktstrukturen könnten sich durch Konsolidierung, strategische Partnerschaften mit Zahlungsdienstleistern oder Tech-Anbietern verändern. Die Erwartungen der Verbraucher an Servicequalität, Support und faire Bonusbedingungen werden steigen, während Regulatoren Anpassungen prüfen, um Missbrauch zu verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen.

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